[Review] FACTORY OF DREAMS - Melotronical
FACTORY OF DREAMS - Melotronical
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Die portugiesischen Progressive Symphonic Metaller rund um Mastermind „Hugo Flores“ legen mit „Melotronical“ bereits ihr 3. Studioalbum ab, was seit der Gründung im Jahre 2008 schon beachtlich ist. Nennenswert ist ebenso, dass der gute Mann sich eigentlich um alles kümmert, was notwendig ist, um ein Album aufzunehmen. Factory of Dreams ist ein Projekt, welches eigentlich nur aus 2 Mitgliedern besteht. Hugo Flores, der die Songs komponiert und schreibt, und „Jessica Lehto“, die das Ganze mit ihrer Stimme veredelt.
Das jüngste Werk, welches das Licht der Welt am 11.03. erblicken wird, stellt sich ziemlich komplex dar. Man muss ein bisschen Geduld mitbringen, damit dieses Album seine ganze Stärke zu entfalten weiß. Grundsätzlich beinhalten die Songs keine klaren Strukturen und punkten eher mit einer großen Vielfältigkeit und atmosphärischen Melodien.
Aus diesem Grund braucht „Melotronical“ eben auch einige Durchläufe, um vollends begeistern zu können. Ich habe selten ein derart progressives Werk in die Hände bekommen und obwohl ich ein Fan dieses Genres bin, hatte ich so meine Probleme, den Inhalt dieses Albums aufzunehmen und Gefallen daran zu finden.
Allerdings hat sich das Gesamtpaket nach etlichen Durchläufen stark entwickelt und bei jeder weiteren Rotierung gibt’s nachwievor viel zu entdecken.
Das Zusammenspiel zwischen „Hugo“ und „Jessica“ entpuppt sich als eine der größten Stärken des Albums, auch wenn der gute Mann nur hin und wieder zum Mikro greift.
Im Vordergrund stehen für mich persönlich dennoch die etlichen Instrumentalparts, die sich nach dem „Reinhörprozess“ in den Gehörgängen festsetzen.
Besonders der Longtrack „Protonic Stream“ hat es mir in der Hinsicht angetan und punktet mit einer sehr emotionalen Pianomelodie, die einem Gänsehaut auftreibt.
Nur wenige Bands/Projekte schaffen es, Instrumente wie eine Stimme wirken zu lassen, aber genau das ist bei Factory of Dreams der absolute Grundstein.
Die vielen Tempowechsel innerhalb der Songs mögen den Hörer am Anfang noch überfordern, aber so gestaltet sich das Album einfach nicht langweilig oder innovationslos. Grundsätzlich ist der Sound sehr spacig angehaucht und von daher passt das Ganze zum Gesamtbild.
Relativ „simpel“ wird es allerhöchstens bei der ersten Single „Whispering eyes“. Hier gibt es sogar einen Refrain auf die Ohren, der sehr druckvoll daher kommt. Jeder einzelne Song ist eine Entdeckungsreise für sich.
Lyrisch basiert das Album wie sein Vorgänger mal wieder auf einem Konzept. Hier geht es darum, wie ein Leben entsteht. Vom kleinsten Molekül bis hin zu einer atmenden Lebensform, so lässt sich das Konzept am einfachsten umschreiben. Klingt langweilig? Gebt dem Album eine Chance und ihr werdet eure Meinung schnell ändern. „Melotronical“ ist alles außer langweilig, auch wenn es anfangs wirklich ein harter Brocken ist. Ich empfehle euch, sich das Ganze in einer ruhigeren Stunde mithilfe des Mp3 Players zu Gemüte zu führen. Da weiß es sich besser zu entfalten.
Was bleibt also am Ende zu sagen? „Melotronical“ ist für all die empfehlenswert, die sich gern auf eine Entdeckungsreise begeben und mehr hinter Musik sehen, als nur die Musik an sich. Dennoch ist nachwievor Luft nach oben vorhanden und an manchen Stellen hätte ich mir vielleicht eine etwas klarere Struktur gewünscht, aber „Hugo Flores“ ist auf einem SEHR guten Weg. Wer nach dem ersten Durchlauf enttäuscht oder überfordert sein sollte, muss einfach hartnäckig bleiben, um am Ende belohnt zu werden.
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